Wärme! Liebe! Nähe!

Wann werden wir uns wieder in den Armen liegen dürfen? Wie werden die Menschen sich auf der Strasse, im Park, überall, wo man gerne zusammen kommt, begegnen, wenn Nähe wieder Nähe sein darf und nicht mehr eine mögliche Zeitbombenvirenschleuder ist?

Covid-19 stellt die Theater vor neue Herausforderungen, nicht nur die Zuschauerränge corona-konform zu gestalten, sondern vor allem die Seele ihrer Arbeit: die Arbeit der SchauspielerInnen. Rahmenbedingungen für Proben, für den Umgang der SchauspielerInnen miteinander zu kreieren, um neue Kunst zu schaffen. Wie Szenen proben, ohne dass ein Corona-Scout die Arbeit begleiten muss, mit Messlatten, um 1,5 Meter Abstand zu halten? Ob nun Shakespeare oder Tatort, wo der Kameramensch knifflige Einstellungen ausknobelt, um intime Gespräche zu kreieren, die so im Moment nicht stattfinden dürfen.

Zurück zum Anfang: Werden sich die Strassen, Wiesen, Parks füllen und alle liegen sich in den Armen? Hippies 2.0? Kultur satt? Das Leben feiern? Was wäre das für ein Fest!

 

26. Juli 2020

Kultur-Hunger


Licht!

Entgegen der Polemik eines einzelnen Kulturredakteurs in einer überregionalen Schweizer Tageszeitung gibt es offenbar ein Bedürfnis nach Kultur im Leben. Schon vor einem Monat hatte Michael Marti im Tagesanzeiger eine „Polemik in 6 Punkten“ veröffentlicht, in der er die Darstellenden Künste aufs Frostigste auf den wieder eröffneten Bühne willkommen heisst, und das ohne rot zu werden. Eine fragwürdige Leistung, wie er die Theater in einer Weise diskreditiert, dass man sich fragt, warum er über die Kultur schreibt.


Kunst aus der Abwesenheit der Künstler – DARTS (disappearing artists)

Andere sehen das mit der Kultur offenbar anders. Wo etwas möglich ist, kommen die Menschen zusammen. In der Bildenden Kunst bietet das Format des Ausstellungs- oder Performance-Spaziergangs einen Corona-gerechten Rahmen, um nach der Zwangspause Kunst zu tanken und sich daran zu nähren. So wie bei der ArtTour im Zürcher Oberland oder ÜBER/BRÜCKEN in Scuol.


KaRAbuki en miniature – Porte Rouge, Achtsamkeit und Minimalismus

Und auch ich darf das grosse Bedürfnis nach Kultur spüren: die 12 Vorstellungen umfassende Aufführungsserie von Enter! im Herbst 2020 im Kanton Schaffhausen war innert weniger Tage ausgebucht. Kurzerhand haben die Verantwortlichen es möglich gemacht, sieben weitere Vorstellungen anzubieten. Sara Tannen freut sich auf ihren Grosseinsatz! Wir hoffen, es bleibt dabei, dass nach den Sommerferien wieder externe Personen in die Schulhäuser dürfen.

30. Juni 2020

Life is goin`on

Wo ist die Zeit hin? Geflossen, weg war sie. Der Lockdown scheint Geschichte. Das Leben auf den Strassen, in den Cafés, in der Stadt, es ist wieder da. Kultur, Sport, Vergnügen dürfen wieder stattfinden, und endlich – die Theater dürfen wieder öffnen! Einige waren offenbar auf Standby und haben subito Kulturprogramme gestartet. Sei es in Zürich das Literaturhaus, das bis zum 28. Juni zur täglichen Literatur-Apotheke einlädt, das Theater Neumarkt zum 7/11 Supermarket oder das Schauspielhaus am Pfauen, das im Juni mit gleich drei Premieren aufwartet.

Und schon startet die nächsten Disukssion, wieder von Esther Slevogt auf www.nachtkritik.de: wie viel Theater ist Theater, das unter den aktuellen Sicherheit- und Hygienemassnahmen produziert wird? Ist es noch das Theater, das vor gefühlten Ewigkeiten existiert hat, ein Zwitter, etwas schwer Fassbares zwischen dem, was es war und dem neuen, fragilen Zustand?

Sara Tannen jedenfalls muss sich noch bis nach den Sommerferien gedulden, bis sie wieder die Klassenzimmer entern darf. In Schaffhausen ist die Nachfrage gross, bis in den November hinein wird die Aufführungsserie gehen.

Und Berta? Sie freut sich auf ihr Gastspiel im wallisischen Binn – Binn Kultur  hat uns eingeladen, mit Revue? Revue! zwischen den Jahren zu gastieren, genauer: am Dienstag, 29. Dezember 2020 um 17 Uhr. Die Bühne ist schmal, die Technik pur, das Publikum nah – ich freue mich sehr auf diese unplugged Version!

11. Juni 2020

Happy Easter?

Vier Wochen später. Das Leben steht still, seit vier Wochen. Ein Drittel der Weltbevölkerung befindet sich im Lockdown. Ein Drittel.
Den Balkonklatschern folgten Rufe, den warmen Worten nun Taten folgen zu lassen. Hilfsprogramme sind angelaufen an und werfen Fragen auf. Das Leopoldina wagt die Spekulation, dass Bundesligaspiele mit Zuschauern erst im Herbst 2021 möglich sein könnten.

Und die Theater? Wann dürfen sie wohl wieder öffnen? Sie stehen still. Dafür läuft das Streamen auf Hochtouren: ihre Rauchzeichen, dass sie da sind, dass sie versuchen, ihren Auftrag noch irgendwie wahrzunehmen. Authentisch sind sie auch online, all die Beiträge, Homestories, Lesungen, Gedichtszrezitationen. Das Schauspielhaus Bochum ist eines von so vielen Theatern, die online gegangen sind, hier ein Beitrag der von mir so geschätzten Sandra Hüller. Die Zeit zum Zuhören ist ja da, für viele. So wie Zeit für vieles da ist, das sonst keinen Platz findet. Da passt das folgende Lied doch nur zu gut: Wann strahlst Du? – Merci Jürgen!

In diesem Sinne ein österliches Omm in den Äther!

13. April 2020

Mathe plus Häkeln = Korallenriff

Was man alles entdeckt in dieser Zeit, in der die Zeit Hochkonjunktur hat!
DIY – häkle Dir Dein eigenes Korallenriff.

HÄ? Jou!

Die Mathematikerin Diana Taimina erklärt mathematische Prinzipien anhand von gehäkelten Modellen. So werden diese nicht nur für Wissenschaftler nachvollziehbar, sondern auch für Schülerlnnen und Laien.

Die Geschwister Christine und Margaret Wertheim griffen dieses Prinzip 2006 auf und fingen an, Korallenriffe zu häkeln. Diese zeigen sie seit Jahren an Kunstausstellungen, so wie im Herbst 2019 an der Biennale in Venedig.

Und sie sind wunderschön:


Coral Forest at the Museum of Arts and Design (NYC).
Photo by Jenna Bascom for MAD.

Mit dieser Verbindung von Kunst und Wissenschaft werden zwar keine Korallenriffe wieder lebendig. Aber eine breite Öffentlichkeit wird geschaffen, und so wird mit der mittlerweile weltweiten Aktion das grosse Korallenriff-Sterben bekannter und fassbarer gemacht. Seit 2007 sind verschiedenste Institutionen, Organisationen und Privatpersonen am Crochet Coral Reef Project beteiligt und es sind bisher an über 40 Orten weltweit gehäkelte und teils riesige Riffs entstanden.
JedeR kann einsteigen.

11. April 2020

Homo = Humus oder Der Mensch, Kompost der Welt

Eine spannende Lektüre für diese unruhige Zeit, in der Gewissheiten eh schon auf komplett auf den Kopf gestellt werden: unruhig bleiben von Donna J. Haraway:

 

Grossartig, wie sie den Chtuluzän ausruft, in dem der Mensch seine Rolle gleichwertig mit allen anderen Lebewesen auf der Erde innehat. Homo leitet sie von Humus ab – der Mensch als Kompost des Systems Erde. „Dank an alle menschlichen und nichtmenschlichen MitarbeiterInnen für dieses Buch.“, so Haraway.

Hier noch weitere Rezensionen auf www.perlentaucher.de

10. April 2020

Die Versammlung

Die Ustermer Künstlerin Irene Stelzer kuratiert zusammen mit Vittoria Pinto die Ausstellung Boxenstopp vom 29. August bis zum 6. September auf dem Zeughausareal in Uster.
Neun Kunstschaffende aus verschiedenen Richtungen stellen dort aus. Jeden Tag findet eine Vernissage zu je einem Kunstwerk statt.

Ich darf Irenes Werk am Freitag, den 4. September 2020 um 19 Uhr mit ihr gemeinsam einführen: Die Versammlung.
Ein Zusammenspiel verschiedenster Objekte. Alle aus Papier, mit dem Irene schon lange und gerne arbeitet. Jedes einzelne erzählt etwas eigenes. D
ie einen stehen starr, die anderen sind beweglich. Wie der Mensch. Man ist für sich, und steht doch in Bezug zu den anderen. Kommt in Bewegung dank und mit Hilfe von Energie.
So auch hier: jedes Objekt ist für sich, und doch sind alle miteinander verbunden. Verschiedene Spuren und Fährten von Irenes Arbeiten finden hier zusammen.

Mit Irene hatte ich für den ersten Kunstspaziergang uster wächst 2016 zusammen gearbeitet und freue mich sehr auf diese Zusammen-Arbeit mit ihr. Unsere Hauptakteure werden die Intuition und das Begreifen jenseits des Intellekts sein. Denken ist der langsamste Player im System: Synapsen, Nerven, chemische Reaktionen sind einiges flotter unterwegs. Das wird spannend für mich.

Let`s go! Auf dass Boxenstopp im August seine Tore öffnen kann!

10. April 2020

Lasst es blühen, das Leben!

Was passiert, wenn das gesamte, also das gesamte soziale Leben von zuhause aus geführt wird?

Nach erstem Organisieren, Strukturieren, Tipps zum Bewältigen der so vielen neuen freien Zeit („Was Sie schon immer tun wollten, und nie zu tun schafften …“) schwappen erste Wellen der Solidarität durchs Land:
Ob Klatsch-Aktionen an Fenstern und Balkonen für diejenigen, die nicht zuhause sein können, sondern mitten im Brandherd arbeiten, ob mehr Helfer als zu Helfenden, erste Petitionen zur Unterstützung des Detailhandels – wobei der Bundesrat heute ein erstes Rettungspaket geschnürt hat – bis hin zu Aktionen wie Aufforderungen, die Ticketgelder für abgesagte Vorstellungen den Künstlern zugute kommen zu lassen.

Esther Slevogt von www.nachtkritik.de appelliert an die Kunst- und Theaterschaffenden:

Retter*innen der offenen Gesellschaft

… ihr Theater und Künstler*innen, die Ihr um Eure Existenz fürchtet – besinnt Euch: Ihr seid systemrelevant! Genauso wie es Ärzt*innen und Pflegekräfte, Apotheker*innen oder Supermarktverkäufer*innen, Kassierer*innen und Friseur*innen sind. … Tut etwas! Kämpft! Ihr, die Ihr immer behauptet, die Welt besser als Euer Publikum zu kennen und zu verstehen. Jetzt könnt Ihr es beweisen. Macht Pläne, verbreitet Hoffnung, lest, musiziert und spielt den Menschen etwas vor. Erste Ansätze gibt es ja schon. Lasst uns den Gedanken der offenen Gesellschaft in Zeiten des Shutdown behüten. Hinschauen, erklären! Dass wir sie unversehrt zurück erhalten, wenn alles vorbei ist: unsere Freiheit, unsere Grundrechte. Und unsere Theaterlandschaft auch. Haben wir keine Angst, gehen wir an die Arbeit!

AUF, LASST ES BLÜHEN, DAS LEBEN!

21. März 2020

Stillstand – Stunde Null 2.0?

Die Strassen, das Land, die Welt stehen still. Die Kultur, die Gesellschaft, das Leben. Läden sind dicht, Konzerte abgesagt, Theater geschlossen. Alles ist ausgebremst, besser: auf Vollbremse. Hier Solidarität, da ein michbetrifftdasnicht. Sars-CoV-2 geistert durch die Strassen, hockt in jeder Ecke und Ritze.

Heute vom Bundesrat in der Schweiz eine erste Nachricht zum Aufatmen für die Kulturschaffenden: Ein grosses Rettungspaket ist geschnürt, davon 280 Millionen für die Kultur: um Existenzen zu sichern, Veranstaltungsorte zu erhalten. Ein erster Schritt. Was diese neue Stunde Null genau heissen wird, wird sich wohl erst mit der Zeit zeigen.

20. März 2020

Macht o_der Utopie

Das Theater als Utopie, als Gestalterin einer möglichen Zukunft, ein Spiegel der Gesellschaft.
Klingt grossartig, ist aber leider viel zu selten Realität. Viel realer ist, dass das Theater mit seinen Strukturen, seiner Hierarchie und den bestehenden Abhängigkeitsverhältnissen, mit der sensiblen künstlerischen Arbeit und Kreativprozessen sehr anfällig ist für den Missbrauch von Macht.

Zum Thema Spiel mit Grenzen haben die beiden grossen Theaterverbände der Schweiz, der SBKV und t., in den Kulturmarkt in Zürich eingeladen.
Gabriela Kaspersky hat aus ihrem aktuellen Roman Nachtblau der See gelesen, der genau diese Strukturen unter die Lupe nimmt, angeregt durch die #metoo-Debatte. Im Anschluss haben verschiedene Akteure ihre Erfahrungen geschildert oder, im Fall einer Anwältin, von Rechtsfällen und -lagen berichtet. Eine sehr eindrücklicher Abend, der viele bewegt und berührt hat, wie die verschiedensten Wortmeldungen aus dem Publikum nahelegten. Einige dürften einiges wiedererkannt haben, manchmal stockte kollektiv der Atem im Publikum ob des Gehörten.

Unglaublich eine Randnotiz eine Woche später: der Chef der Erler Festspiele in Österreich, Gustav Kuhn, wurde sämtlicher Anklagepunkte wegen sexueller Nötigung weiblicher Angestellter komplett freigesprochen. Was für eine Ohrfeige für die Frauen, die alles riskiert haben und nun ohne Engagements dastehen; eine Protagonistin, die Schweizer Sängerin Mona Somm, hatte an eben diesem Abend davon erzählt, was dem Herrn alles selbstverständlich schien, wo unsereins nur aufschreien und Stop rufen möchte.

Es ist wohl noch ein weiter Weg, bis das Theater seinen Ansprüchen und Utopien selber gerecht werden kann. Auch wenn Beispiele aus der Freien Szene hoffen lassen. Hier können Hierarchien flach gehalten werden, was bestimmt mit ein Grund dafür ist.
Ebenso lässt das ensemble-netzwerk hoffen, das sich in Deutschland formiert hat. Aus dem Einsatz einer Einzelnen, Lisa Jopt, damals Ensemblesprecherin am Staatstheater Oldenburg, ist eine gewaltige deutschlandweite Bewegung erwachsen, als hätten alle auf solch eine Initialzündung gewartet.
Und die Schweizer Theaterverbände haben einen Verhaltenskodex mit Richtlinien bei unzulässigem Verhalten, Mobbing und sexueller Belästigung am Arbeitsplatz erarbeitet.

Wir bleiben dran und spielen weiter!

17. März 2020

Sturmfrei!

Sie kam und siegte: Sabine, der Sturm, der erstmals ever die Schulen schliessen liess.

Die Schule Feldhof in Volketswil wurde zwar nicht, wie einige andere Schulhäuser im Zürcher Oberland, geschlossen. Doch auf die freiwillige Entscheidung der Eltern hin waren  genau zwei Kinder in die Klasse gekommen, die ich gestern hätte besuchen sollen. So wird die letzte Vorstellung im SH Feldhof nach den – hoffentlich weniger stürmischen – Sportferien nachgeholt.
Ein Tag für die Geschichtsbücher!

11. Februar 2020

Regen ist, wenn die Heringe auf Augenhöhe vorbeischwimmen

F R O H E S    2 0 2 0 ! ! !

Auf ein wunderbares Jahr Zweitausendundzwanzig, oder auch Zwanzigzwanzig!

Da will ich wie ein Fisch im Wasser sein,
im flaschengrünen, tiefen See
ich will mit Wasser mich besaufen
Und paar Blasen blubbern lassen

Was ich dann will,
Das ist mit Neptun schweigen
Und in Ruhe tun, was ich sonst nie tu`
Was ich sonst nicht kann und soll

In diesem Sinne: Es guets Neus!

Hier gehts zum Original, also Ninas, anno 1978

… und das wäre die rockige Version anno 2015

06. Januar 2020

OH HOLY …

MERRY CHRISTMAS!
Es weihnachtet – zumindest für mich, denn er ist online – der Mitschnitt der zweiten Vorstellung von Revue? Revue! im Keller 62.

Ich wünsche viel Spass dabei! Und natürlich
FRÖHLICHBESINNLICHE WEIHNACHTS- UND FREIE TAGE!

23. Dezember 2019

Real Life goes Game – oder umgekehrt?

Es ist alles da:

Der Raum

Die Mitspieler

– die perfekten Voraussetzungen für ein analoges Computerspiel im (noch) nicht digitalisierten Schulraum.

Was kann der Computer von den Menschen lernen? Vorausschau, Blick in die (nahe) Zukunft, emotionales Frühwarnsystem, die Lernfähigkeit. Oder kann er das bereits? Ist er auf der Überholspur? Um diese Fragen zu vertiefen, braucht es mehr als eine Nachbereitungsstunde nach einer ereignisreichen Vorstellung. Wir bleiben dran.

11. Dezember 2019

Preisfrage

Das Baby schreit, die Mutter kommt und tröstet es – wer steuert hier wen?
Merci Herrn Merkel für diese Knobelaufgabe!

 

… und was meint Sara Tannen dazu?

Überzeugende Antworten gern an diese Redaktion, euch erwarten 15 Minuten steuerfreie Zone

02. Dezember 2019

Kurs auf …?

Ein grosses Thema in Enter!: das Steuern. Sara wird gesteuert, die NPC`s werden gesteuert, auch ihr Spieler wird gesteuert – vom Programm, vom Spieleprogrammierer, vom Algorithmus. Da stellt sich die Frage: Wer steuert wen, wie und warum. Über unsichtbare Fäden, von der Familie, von Gott, der eigenen Umwelt? Stop! Steuert jemand nicht? Vielleicht ist es schön, gesteuert zu werden? In den Feedbackrunden gibt es immer wieder SuS, sie sind manches Mal sogar in der Mehrzahl, die sich nicht entscheiden wollen zwischen Yeah, ich steuere, ich sage wo es lang geht  und Hey, ich überlasse mich dem anderen, ich geniesse den Adrenalin-Kick des nicht-wissen-was kommt. Wo man vermuten könnte, es wird Macht ausgekostet, kommt oft das genaue Gegenteil: wie schön, dass mein Gegenüber sich mir anvertraut, mir sein Vertrauen schenkt.

26. November 2019

Anything goes oder auch Farewell, SBB

Shit happens. Das Worst Case-Szenario. Und auch damit ging die Show weiter.
Was ist passiert? Die SBB hatte schon zu meiner ersten Vorstellung in Bad Zurzach vergangene Woche meine Nerven strapaziert.Doch da hatte es noch knapp zur rechtzeitigen Ankunft in Bad Zurzach gereicht – dank guter Kommunikation und einer wartenden S 36 in Eglisau. So nicht heute. Da sass ich dann in Eglisau fest. Im Regen. Und zwar die Zeit, die ich benötige, um mich maskentechnisch in Sara Tannen zu verwandeln. Kein Kiosk, keine Wartehalle, kein Unterstand, dafür ein klinisches WC mit Münzeinwurf. Und ein Imbissstand, der noch nicht ganz geöffnet war. In diesem habe ich Unterschlupf gefunden und durfte im Lagerraum die Verwandlung vornehmen.

Der Besitzer hatte gestern erst das Geschäft neu übernommen! Und heute hat er mir Quartier gewährt, mit Spiegel, fließend Wasser und Big Brother. Und es ist alles gut gegangen. Er hat auch gleich zugestimmt, das unser Schnappschuss hier in den Blog darf 🙂

In Bad Zurzach reichte die Zeit, ins Kostüm zu schlüpfen, die Lehrerin kennen zu lernen und einen Wecker zur Orientierung im Klassenraum zu platzieren. Denn in dem niegelnagelneuen Schulhaus der Primarschule Bad Zurzach sind Uhren in den Klassenräumen nicht vorgesehen. Und so konnte ich eine erlebnisreiche Stunde mit einer lebhaften und aufgestellten Klasse erleben. Spannend, dass den SuS, die lieber ihre KollegIn geführt haben als mit geschlossenen Augen geführt zu werden, daran besonders geschätzt haben, dass ihnen so – im wörtlichen Sinne – blind vertraut wurde.

18. November 2019

Anstatt dass …

… wir was täten, was nen Sinn hat und nen Zweck … 

Schön war`s! Vergangenes Wochenende hatten wir Zürich-Premiere von Revue? Revue! un_behaust im Keller 62. Berta ist aufgeblüht, hat ihre GoGo-Girls gefeuert und von nun an Gustav an ihrer Seite, den vielseitigen Saxophonisten. Nein, natürlich war er, genauer Florian Haupt, von Beginn an mit dabei. Neu wurden die GoGo-Girls eingeführt, die vor ihrem ersten Auftritt auch schon wieder gefeuert wurden. Alles im Namen der Kunst – Gustavs Sonate sollte die Synapsen der Zuschauer und -hörer neu verbinden und so neue Ansichten und Draufsichten ermöglichen. Laut verschiedener Rückmeldungen aus dem Publikum, die mich alle sehr gefreut haben, ist uns das mit der überarbeiteten Show auch gelungen. Voilà, es hat sich tatsächlich wie eine Premiere angefühlt. Der Abend ist im zurückliegenden Jahr gewachsen, auch wenn das Backstage-Foto von Berta vielleicht anderes vermuten lässt. Wer neugierig geworden ist – bald gibt es hier den Mitschnitt, aufgenommen von Peter Schulthess – Merci vielmal, Peter!!

 

 

11. November 2019

The Show `s gonna go on

Nächstes Woche ist es soweit – Revue? Revue! kommt am 8. und 9. November auf die Bühne des Theater Keller 62 in Zürich. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren.


… die ungeschminkte (Schmink-) Wahrheit

 

Hinter der Bühne sieht`s ja ganz anders aus als davor. Hier in der Maske von Nora Li Hess – sie hat mich gebrieft, auf dass ich mich nächste Woche überzeugend in Berta verwandeln kann – der reizenden Dame, die das geschätzte Revue-Publikum durch den Abend voller un_behauster Schauplätze geleiten wird.

Apropos un_behaust: in unserer überarbeiteten Textfassung wird die Arbeitswelt von morgen noch mehr aufgegriffen. Von Independent Contractors und der neuen Automatisierung wird Berta erzählen. Von neuen Arbeitsverhältnissen, die stark an jene zu Beginn des Industriellen Zeitalters erinnern. Und von rosa Brillen des Silicon Valley, die den Blick der High Tech Hippies allzu rosig färben. Deren Zukunftsideen wiederum Berta als arg rückständig überführen wird. You are warmly welcome!

 

29. Oktober 2019

Supergirl und Matheboy


Schnappschuss von Sara Tannen im Werkraum, frisch dabei, ihre Superkräfte für das nächste Level, äh den nächsten Auftritt zu bündeln

Wenn alle Menschen Superhelden wären …

… und jeder Superhelden-Kräfte hätte, wie würde dann die Welt aussehen? Wenn alle sich gegenseitig durch die Gegend teleportieren könnten? Wenn die einen mit Tieren reden könnten, die anderen Menschen heilen, die nächsten fliegen, und wenn aufgeräumt werden muss, dann rollt das Aufräumkommando als Feuerball durch die Gegend? Vielleicht würden alle anders miteinander umgehen. Und wie sähen in einer solchen Welt wohl die neuen Superkräfte aus? Diese Fragen kamen auf, als die Schülerinnen und Schüler einer 4. Klasse mir ihre Superheldennamen- und eigenschaften verrieten. Zum aktuellen Klassenthema Superhelden passte ein Besuch von Sara Tannen perfekt. Auch interessant: das Gefühl der Wut wurde als Funktion definiert, die den Abwehrmodus aktiviert. Und ob Sara den Geistergeier, ihren Gegner im Game Ghostquest 6, tatsächlich mit Singen und schönen Zeichnungen schachmatt setzen könnte? Wenn sich bei ihm in der Folge ein solches Gefühl der Freude ausbreitet, wie Sara es in der Klasse erfahren hat, dann ganz bestimmt.

Enter! Sara Tannen meets Real Life – Ein Stück fürs Klassenzimmer

18. September 2019

Kunst satt

Kanazawa und Naoshima, zwei Orte üppig bestückt mit Kunst. Dazwischen die Noto-Halbinsel mit ihren malerischen Küsten, Reisterrassen und riesigen Salztöpfen.
Es gibt abgetauchte Museumsbesucher im Swimming Pool, Gold in der Suppe (für einmal kein Haar), Kürbis am Meer, Monet in Japan, eine Zahnarztpraxis, die jetzt eine (die?) Freiheitsstatue beherbergt.
Dazwischen ein altes Castle, denn ja, es gibt auch junge Castles, eines wird gerade frisch in Kumamoto wiederaufgebaut, nachdem es beim Erdbeben 2015 im wahrsten Sinne des Wortes auseinander gefallen war.
Auf dem Inselchen Naoshima wurde eine Menge (wieder-) aufgebaut, was ihr einen gewaltigen Aufschwung und einen Stopp in der Abwanderung gebracht hat.

ReiseKultur IV Japan – Kanazawa Küsten Kunstinsel
Viel Spass beim Lesen, Entdecken und Durchklicken!

31. Juli 2019

Juwelenfrüchte und Ikigai

Tokyo hat so viele Seiten; ein paar davon gibt es jetzt zu sehen und lesen:
Kuschelwelpen an jeder Ecke, Luxusmangos für 100 Franken, Sumoringer, die der ersten Zuschauerreihe auf den Schoss purzeln oder Dachterrassen, die für (Blitz-) Hochzeiten hergerichtet sind, wie auf dem Foto oben.
Teil III der ReiseKultur ist online:

ReiseKultur III Japan – Juwelenfrüchte, Ikigai, Tokyo und Sumo

30. Juli 2019

Hin und weg – Eindrücke Japan-Reise 2019

Auf dem Landweg von Uster nach Japan.
Mit der DB, der Transibirischen Eisenbahn, weiteren Zügen sowie der einen und anderen Fähre.
Vom Frühling in den Winter über den Frühling in den Sommer.
Durch Deutschland, Finnland, Russland, die Mongolei und China.
In Hamburg, Travemünde, Helsinki, St. Petersburg, Moskau, Listwjanka am Baikalsee, Irkutsk, im Terelj Nationalpark, Ulan Bator, Peking, Shanghai.
Über die Ostsee, das Ostchinesiche Meer und die Seto-Inlandsee.

Üppige Eindrücke von Land und Leuten und ihren Kulturen.
Eindrücke zur Anreise nach Japan ab JETZT unter ReiseKultur I
Japan folgt 🙂

26. Juni 2019

Materialmappe für „Enter!“ – The show can go on

Die Materialmappe für „Enter! Sara Tannen meets Real Life“ für die Lehrpersonen ist fertig! Damit stellen wir Ihnen ein vielseitiges Tool zur Verfügung, mit dem Sie und Ihre SuS die Themen aus „Enter! Sara Tannen meets Real Life“ nachhaltig und spielerisch weiterführen können:

  • Ziele laut Lehrplan 21
  • Theaterübungen zur sinnlichen Erfahrung von Themen wie Respekt, Status, Grenze Realität/Gamewelt und mehr
  • Links zu theaterpädagogischen Webseiten und Sites, die sich mit Genderfragen in Games beschäftigen
  • Fragestellungen zum Spielverhalten der SuS
  • Anleitung zur Gamerolle von Johanna Ott, mit der die SuS ein Game ihrer Wahl spielerisch analysieren
  • Anleitung, ein eigenes Game analog zu entwickeln
  • Links zu kreativen Computerprogrammen
  • Glossars Spieletypen und Begriffe aus der Gaming-Welt
  • Fragebogen HeldIn

Auf dass nicht nur die Medienkompetenz der SuS spielerisch gestärkt wird 🙂

 

12. März 2019

LET IT SNOW, mit und ohne Dyson`s heisser Luft

Und es schneit tatsächlich! Unser Schneebeschwörung vergangenen Mittwoch im Rahmen der must-Adventskonzerte hat funktioniert – heute Morgen waren Dächer und Wiesen weiss wie Schnee 🙂 und auch unser Abend hat funktioniert – ein stimmungsvolles Innehalten zum Advent im Foyer des Stadthauses von Uster, das zu ungewohntem Glanz und Klange kam.

Mittwochs sind verlängerte Öffnungszeiten, und so haben wir uns im Foyer für das Konzert eingestimmt und eingesungen, während die Leute im Stadthaus ein- und aus spazierten. Es hat etwas, wenn die verschiedenen Arten von Arbeit zusammen treffen. Unser Tun ist dann so sympathisch am Alltag angedockt. Wie könnten Menschen in die Kunst stolpern und merken, das sie, die Kunst, nicht (immer) weh tut und man mit seinen Sinnen anders herauskommt als man herein gegangen ist.

Von Schleefs … er trampelte im Essen rum, kam mit den Drecksfüssen ins Schlafzimmer, alles auf den Teppich, scheisse aus »Weihnachten in der 3. Person« über das Schneeflöckchen, das als Schneeglöckchen auf der Erde blieb, weil ihm unsere kalte graue Welt so gut gefiel (»Snowdrops» von Mary Vivian) bis hin zu »Let it snow«,  das tatsächlich funktioniert hat, führte unser Programm. Wir bleiben dran und haben im Sinn, den Abend auszubauen. Dies wird nicht der letzte Advent bleiben und »Let it snow» mit jedem Jahr wahrscheinlich mehr zur Beschwörungsformel werden.

Anlässlich der aktuellen UN-Klimakonferenz in Katowice
hier 9 Vorschläge, wie die Erderwärmung noch zu stoppen sei

11. Dezember 2018

Trailer ist online!

Here it is! Come and join:

Hier der Trailer:

08. Dezember 2018

Lieber Jürgen,

die Premiere ist raus, das Material – Trailer, Fotos, Aufzeichnung – noch in Arbeit, die Homepage ruht für einen Moment. Den möchte ich nutzen, um Dir für einmal Danke zu sagen. Für Deine Unterstützung und Begleitung, für Dein Dranbleiben, Nachfragen, Rückmelden und Zuspruch. Ein beachtlicher Anteil am Erfolg unserer Produktion »Revue? Revue! un_behaust« geht auf Dich. Stichwort Betonwüste 😉 Danke Dir!

27. November 2018

Revue? Revue!!!

Yes we got it 🙂 der Abend war, ich darf es glaubs sagen, ein schöner Erfolg: volles Haus, tolle Stimmung, und eine überzeugende Bühnenshow. Der Mix aus Revue und Texten, die zum Nachdenken anregen, und unser erklärtes Ziel, die Lieder von Brecht und Weill in einen heutigen Kontext einzubinden – beides scheint uns gelungen zu sein. Und was für eine fröhliche Party mit den vielen lieben Menschen, die zur Premiere gekommen sind 🙂 Das feine Apero-Buffett von Silvia, Jürgs köstliche Britzelbrause und der versprochene Absinth haben das ihrige dazu beigetragen. Vielen Dank euch, Mélanie und Edith von der KGU, dass ihr uns diesen Abend ermöglicht und euch auf das Abenteuer eingelassen habt, was am Ende wohl herauskommen würde. Denn das war im März keineswegs absehbar. Umso mehr freue ich mich, dass dieser Abend meine Erwartungen übertroffen hat. Danke dir Anke, für Deine Unterstützung und den grossartigen Text, und Dir Florian, für das immer vergnügliche Zusammenspiel. Es war ein tolles Arbeiten mit euch!

22. November 2018

Mein Freund, der Hubot

Angeregt von der zwar schon älteren, aber sehr aktuellen (Noch-) Science Fiction-Serie Real Humans (2014) aus Schweden wurde gestern unser dritter Spielpartner auf der Bühne etabliert: aus einem Sessel wurde ein guter Freund und Helfer, wenn auch noch kein Human Robot. Überhaupt sind diese letzen Probentage vor der Premiere äusserst spannend. Seien es Feinheiten in der Sprache, ob man nun aus einem Land kommt oder stammt, dem Gebrauch des Begriffs mutmassen oder auch der Wortcharme, oder war es doch -scham? Nuancen in der Interpretation. Oder auch das Dilemma, wie wir das finale Schluss-Dilemma einführen können. Denn Krabben müssen schon sein, erst recht die Nordseekrabben. Neugierig? Come and have fun. Zum Anstossen gibt es Prosecco von Wein&Co und ein feines Apero-Buffet von Silvia. Da soll ein Absinth nicht fehlen – und das wird er auch nicht B-)

16. November 2018

Es schneit …

Nicht nur die Revue geht voran. Gestern hatte ich mit dem Gitarristen Benjamin Scheck eine Probe für unser Adventskonzert am 5. Dezember:Es schneit …“

Wir spielen im Rahmen von must im Advent: DI 05.12. bis SA 08.12. jeweils von 18.30-19 Uhr im Foyer des Stadthauses Uster. Ich wollte so gern den Evergreen „Der Leiermann“ von Schubert im Programm haben. Aber kann man den wieder und wieder bringen? Nun spielt Benjamin diesen Klassiker auf der Gitarre auf eine Weise, dass ich hin und weg bin. Man könnte auch sagen: das fetzt. Come and listen! Euch wird warm ums Herz bei dem tollen Programm, das wir erarbeiten, versprochen!

30. Oktober 2018

un_behaust oder Wohlfühl-Abend?

Foto: Cristiano Remo

Noch ist das Rennen offen, ob der Abend eher ein unbehauster wird oder doch glitzerig-kuschelig: Mit gutem Grund haben wir ihn als Orientierungsrevue angekündigt, der Text bietet einiges zum Nachdenken und Reflektieren. Andererseits spukt mir gerade das Motto „Wohlfühl-Revue“ für den zweiten Teil des Abends durch den Kopf …

Dass Glitzer bei uns hoch im Kurs steht, können wir kaum verhehlen. Wir waren gestern das erste Mal auf der Bühne im Kulturhaus Central und konnten die verschiedenen Vorhänge in diversen Kombinationen ausprobieren. Erste Eindrücke unserer Glitzerfreude hat der Fotograf Cristiano Remo eingefangen.

27. Oktober 2018

Simple Kost oder Glitter Glamour Konsum?

Die Post ist da! Genauer, die Werbepost. Oder, noch genauer, die Post von der Postmoderne 🙂 Noch ein knapper Monat, und der Vorhang hebt sich, oder besser, funkelt der Glittervorhang, denn es wartet ein Traum von Lametta auf seinen grossen Auftritt. Doch jetzt heisst es erst einmal: eintüten, Glitter rein, Kleber rauf und ab die Post.

Wer seinen Compi, die Arbeitsmappe oder auch die nächste Bushaltestelle mit einem chicen Spruch verschönern möchte: Melde Dich und wünsch Dir was. Das liegt bereit:

Simple Kost

Glitter Glamour Konsum

Post von der Postmoderne

15. Oktober 2018

Vom Förster zu un_behaust

Die morgendliche Premiere unseres Brecht_Weill-Liederprogramms war ja im Kern die musikalische Generalprobe für die eigentliche Premiere: unbehaust – Eine Orientierungsrevue Brecht_Weill mit Uraufführung am 21. November 2018 um 20 Uhr im Kulturhaus Central. Bis jetzt hat der Saxophonist Florian Haupt sechs Lieder von Brecht und Weill musikalisch bearbeitet und eine Sonate aus den 20ern einstudiert. Für unsere Orientierungsrevue werden wir noch drei bis vier neue Stücke in unser Programm nehmen. Für einen ersten musikalischen Eindruck der bisherigen Lieder geht es hier zur Aufzeichnung der GP auf Vimeo:

28. Juli 2018

Abendkost zu früher Stunde

Wir haben es geschafft, meine Stimme und ich – der Zeitplan hat sich bewährt und das Programm um 7 Uhr in der Früh im Porter House in Uster ist bestens über die Bühne gegangen. Dank auch an Florian, der mich mit den Saxophonen gut durch den Morgen getragen hat. Viele Zuhörer sind der Einladung zum Konzert am Morgen gefolgt, und die Resonanz war sehr positiv. Und das, wo wir unseren Zuschauern einiges an Zuhören und Konzentration abverlangt haben, bei den Texten und der Musik vom Duo Brecht/ Weill.
Gleich nach dem Konzert ging es direkt in die Besprechung mit unserer Dramaturgin Anke Zimmermann, denn: am Mittwoch, 21. November 2018 haben wir im Kulturhaus Central in Uster Premiere mit dem abendfüllenden Programm unserer Lieder: un behaust – Eine Orientierungsrevue Brecht_Weill. Gerne vormerken! Weitere Infos dazu gibt es HIER

25. Juni 2018

GP für den frühen Morgen

Gestern gingen Florian und ich das erste Mal vor Publikum: nach intensiven Proben für das Brecht-Weill-Liederprogramm Von Förstern, Feen und Federn im Strauch für das Konzert für Frühaufstehende morgen, Montag 25. Juni, haben wir zur Generalprobe eingeladen. Beim anschliessenden Grillieren gab es konstruktive Kritik und einen gemütlichen Plausch mit unserem Testpublikum. Laut ihren Rückmeldungen können wir mit gutem Gefühl gen morgen schauen 🙂 Ich erinnere: 7 Uhr Konzertbeginn – das bedeutet 6 Uhr Treffpunkt im Porter House, dem Konzertort, 5.20 Uhr Einsingen, 4.45 Uhr aufstehen. Ich bin gespannt wie ich meine Stimme morgen wecken werde…

24. Juni 2018

Bald sind wieder Gipfeli-Konzerte

must Uster, Musiker von Uster für Uster, starten am Montag, den 25. Juni zum 14. Mal ihre beliebte Konzertwoche Konzerte für Frühaufstehende, direkt am Bahnhof Uster: Das FRÜH ist wörtlich zu nehmen: von morgens um 7 Uhr bis 7.30 Uhr spielen von Montag 25. – Freitag 29. Juni verschiedene Formationen ein morgendliches Früh-Konzert. Zur Musik gibt es Kafi und Gipfeli—der perfekte Start in den Tag! In anderen Jahren war ich begeisterte Zuhörerin. Dieses Jahr darf ich diese grossartige Konzertreihe eröffnen: Zusammen mit dem Saxophonisten Florian Haupt werde ich am Montag 25. Juni 2018, verschiedene Lieder von Bertolt Brecht und Kurt Weill singen. Florian bringt gleich drei Saxophone mit: ein Tenor-, ein Bariton- und ein Altsaxophon. Das Altsaxophon stammt aus dem Jahre 1923 und dürfte die wilden 20er Jahre in Berlin live miterlebt haben. Die Konzerte für Frühaufstehende finden in einem Restaurant direkt beim Bahnhof Uster statt. So können die Zürich-Pendler unter ihnen vom Konzert direkt auf den Pendler-Zug um 7.36 Uhr springen.

10. Juni 2018

Bye Berlin!

Der Kurs ist vorbei, das Gepäck gut gefüllt mit Erfahrungen und Erkenntnissen. Zum Schluss ein letztes: Make your partner feel good, and you may have a good time together 🙂

Thanks Keith!

26. März 2018

Scheitern als Chance – und ganz ohne Schlingensief

Wer Fehler macht, lernt dazu, wer alles richtig macht, hat nichts zum Lernen.

Diese Erfahrung möchte ich nicht missen. Gerade weil mein treues Hirn mich standhaft vor nahenden Kreativ-Invasionen schützen und manches mal in Panik verfallen wollte, als ein Blank your mind anstand. Doch manchmal hat es einfach eine Pause verdient, und dann gab es kein Halten mehr. Eine weitere Ermunterung, dem Denken frei zu geben: When I see you are well on stage I`m gonna pay money to see you on stage.
Und wenn dann noch im Herzen bleibt: Great Story over great acting, kann nichts mehr schief gehen.

24. März 2018

Alltagsdroge

Ein kleines Bonmot für zwischendurch:
Benenne die Gegenstände in Deiner Umgebung 3 Minuten lang mit völlig anderen Namen, die so gar nichts damit zu tun haben. That`s it. Danach siehst Du die Welt mit anderen Augen. I`ll promise you.

22. März 2018

Die Perlen der Cleopatra

© Iko Freese / drama-berlin.de

Auf Anraten eines Freundes schaue ich auf der Seite der Komischen Oper, was läuft. Als ich Dagmar Manzel alias Cleopatra in ihren Perlen baden sehe, weiss ich: das will ich sehen! Selten habe ich mich vom ersten bis zum letzten Moment so gut amüsiert! Cleopatra röhrt in bestem Berlinerisch und rockt den Abend. Keith`s Lehre in Reinform.Wenn die Menschen etwas sehen, das für sie erhellend ist und Spass macht, und sie auch noch etwas auf positive Weise lernen können, dann kommen sie in Scharen, wie hier in die Komische Oper.

Dazu noch Keith`s Devise: The audience wants your best work. They won`t get it, if you give your best.
Don`t give your best. Das würde ja heissen, dass man nicht gut genug sei, mit dem was man tut. Worauf warten? Let`s go 🙂

21. März 2018

Zwei Sekunden für die Ewigkeit

der Kursraum im Theaterhaus Mitte

Blank your mind and open it for 2 seconds to the universe. Und wenn nichts vom Himmel kommt, wie z.B. eine tolle Idee oder Eingebung, just take an old one. So schön unkompliziert 😉

Der Kurs bei Keith Johnstone begonnen. Mit seiner unkonventionellen Theaterarbeit hat er das Theater in den 60er Jahren revolutioniert. Sein Buch „Improvisation und Theater“ ist ein Klassiker, und nicht nur unter Theaterleuten. In unserem Kurs waren auch Architekten, Lehrer, Managementtrainer und Pädagogen, die sich von seinen Ideen und seiner Menschenführung inspirieren liessen.

Gleich am ersten Tag gab es den Verweis auf „Die Kunst des Bogenschiessens“: Nicht Du schiesst den Pfeil ab, er bringt sich selber ins Ziel.
Sollte Keith je noch ein Buch schreiben (er ist 85 Jahre alt!) hätte ich folgende Anregung: Das Zen des Improvisieren.

19. März 2018

Uster-Berlin

 

Wow! 8 Tage Improvisationskurs bei Keith Johnstone in Berlin! Doch erst einmal habe ich Zeit, nach Langem die Stadt wieder zu sehen. Und was sehe ich?

Dauerbaustelle Berlin. Eine Stadt, die wächst. In die Höhe, in die Tiefe. Hier wird – immer noch – abgerissen, neu gebaut und viel umgestaltet. Was die Stadtplanung nicht unbedingt einfacher macht. Viele wichtige Grundstücke und auch Gebäude wurden verkauft, und nun ist das alles für die Stadt weg. Keine Mieten, keine Erbpacht, oft nicht einmal Steuern. Dafür zahlt die Stadt in einigen von ihr verkauften Gebäuden jetzt stolze Mieten, wie z. B. im Bezirksamt in Friedrichshain.

Auf dass Uster es besser angeht! Die Stadt rechnet bis zum Jahr 2035 mit 7000-8000 mehr Bürgern als heute verzeichnet, aktuell sind wir um die 35.000 UstermerInnen. Was Uster von Berlin lernen kann, sind bestimmt die verschiedensten Zwischennutzungskonzepte und das künstlerische Ermächtigen der Stadt. Aber hier herrscht natürlich auch eine andere Kultur als im einstmals teils anarchistischen Berlin, zumindest was die Street Art betrifft – in Uster heisst das Kunst am Bau und wird über politische Instanzen in Auftrag gegeben.

18. März 2018

Es knistert im Wein & Co

WINTER-Lesung in Wein & Co: Fast hätte Katrin die frostigen und winterlichen Geschichten zu dicken dichten Schneeflocken vor dem Galeriefenster des Weinladens Wein & Co in Uster gelesen. Aber gut, so wunderbar wie Robert Walser den Schnee in seiner Erzählung Schneien beschreibt, gelingt es niemand anderem. Nach den winterlichen und, na gut, teils doch auch weihnachtlichen Geschichten – Weihnachten in der dritten Person von Einar Schleef!! – hat uns Silvia köstlichst bewirtet, natürlich zu feinen Weinen direkt von der Quelle. Danke euch, Jürg und Silvia, für die Einladung, bei euch zu lesen. Es war so schön, kurz vor der Weihnacht inne zu halten und sich auch auf die anderen Aspekte des Winters zu besinnen. Und der FRÜHLING schwebt ja schon im Raum, wie schön!

22. Dezember 2017

Schlaf für Sara Tannen in Niederglatt

Heute wurde Sara erstmals angeraten, ihren bedenklich blinkenden Energiespeicher mit Schlaf aufzufüllen, statt dass ihr Wasser oder Kräcker, Müesliriegel, Pausenbrote, … gereicht wurden – auf dass sie weiter in diesem neuen Game, Real Life?, spielen kann. Hat auch funktioniert 😉 Bei der Frage, ob lieber top funktionieren im Arbeitsleben oder doch eher fehlbar sein und dafür menschlich, haben die sozialen Aspekte das Rennen bei den SchülerInnen der 6. Klasse gemacht. Beruhigend, wenn man die aktuellen Berichte zu Chinas Plänen mit dem Social Credit System verfolgt.

Als Eindruck, was das heissen kann, empfehle ich auf Netflix von „Dark Mirror“ aus Staffel 3 die Folge „Abgestürzt“. für Netflix-Abonennten:

https://www.netflix.com/watch/80104627?trackId=200257859 Auf YouTube gibt es Ausschnitte. Puh!

11. Dezember 2017

uster wächst – Trailer ist online

Der Link zum Mini-Dok-Trailer-Film von uster wächst 2017 auf vimeo:

Vielen Dank Andri, Du hast das gesamte Projekt sehr stimmig und eindrucksvoll auf 12:55 min fefstgehalten und verewigt. Merci!

10. Dezember 2017

Film-Premiere: usterwächst

Der Film zu uster wächst 2017 hatte gestern Abend exklusive Premiere: Bei Feuerzangenbowle auf am Morgen noch schneeweissem Rasen (am Abend war es bereits eine matschige Angelegenheit). Andri Köfer hat der versammelten Truppe von uster wächst seine filmische Impression präsentiert: ein poetischer Eindruck, der das Erlebte auf eine wieder eigene Weise zeigt. Der gemeinsame Abend war ein schöner winterlicher Abschluss zu unseren frühlingshaft-sommerlichen Spaziergängen.

05. Dezember 2017

Relaunch Homepage usterwächst

Pünktlich zur Premiere des Films zu uster wächst 2017, der morgen am 4. Dezember im Garten von Katrin Premiere haben wird, ist seit heute der Relaunch der Homepage von uster wächst online: www.usterwaechst.ch Vielen Dank Jürgen, für Deine Vorschläge, Deine Geduld und Feinarbeit – und das schicke Logo! Und Dir, Robert, für Dein Zuarbeiten und Mitdenken. Auf der HP sind nun beide uster wächst-Spaziergänge von 2016 und 2017 dokumentiert. Viel Spass beim Stöbern und Ineluege!

03. Dezember 2017

Kuchen backen in Kigali

Gestern im Kulturcafé Zum Hut in Uster: Bewegende Geschichten aus Ruanda, in denen die Tansanierin Angel mit ihren Tortenkreationen Versöhnung zwischen Nachbarn, Kollegen und Ethnien schafft. Eine Herausforderung für Katrin, mit dem ausgewählten Text die Balance zu halten zwischen grossen Lebensthemen, dem Genozid in Ruanda und Freundschafts­geschichten. Die Textpassagen waren eingebettet in ein afrikanisch inspiriertes Menü von Chefkoch Stefan Häsler vom Hut. Berührend der Bericht eines Gastes über ein literarisches Projekt in Ruanda, in dem Opfer des Genozids sich in eigenen Texten ausdrückten, von Haiku`s bis hin zu verstörenden Erlebnisberichten. Der Projektbericht des Goethe-Instituts liegt mir vor, bei Interesse gerne melden.

10. November 2017

www.topoilog.ch in neuem Kleid

Was lange währt, wird super! Danke Euch, Jürgen und Bruno, für das Entwickeln dieser wirklich coolen Seite, euer unermüdliches Dranbleiben und wie ihr immer wieder neue Hürden erfolgreich umschifft habt! Danke Dir, Jürgen, für das tolle Design, Deine Geduld für meine Einführung ins Denken rund um die Entwicklung einer Homepage und ihr Funktionieren auf sämtlichen Endgeräten. Danke vor allem, wie ich dank Deiner Fragen und Unterstützung meine Arbeit reflektiert und Visionen formuliert habe. Und das alles, weil ich anfangs „nur“ eine Homepage wollte, die über s/w hinausgeht … und vielleicht doch noch ein kleines chices Logo? … M E R C I  ! ! !

07. November 2017

Tryouts sind erfolgreich abgeschlossen

In 9 Klassen an 7 verschiedenen Schulhäusern konnte Katrin mit Sara Tannen starten. Es waren allesamt spannende und grossartige Erfahrungen – Merci vielmal allen Beteiligten! Wir gehen mit gutem Gefühl in die Ferien und mit der Zusage von Schule und Kultur des Kantons Zürich, dass Enter! – Sara Tannen goes Real Life über ihren Vermittlungskatalog angeboten wird.

13. Juli 2017

GP von Sara Tannen …

… – eine sehr spezielle Generalprobe, so ganz ohne die Mit-Akteure. Wie die Schüler dann im Real Life reagieren werden, wird sich bei den Tryouts ab dem 15. Juni zeigen. Wir sind gespannt. An dieser Stelle ein grosses Dankeschön an meine tollen Mitstreiterinnen: Tina Mantel für die choreografische Arbeit und sonstige Unterstützung, Delia Dahinden für ihr präzises Hinschauen und ihre genaue Arbeit, Céline Corday für ein Kostüm, auf das ich mich jedes Mal freue wenn ich es wieder anziehen darf, Nora Li Hess für ihre vielen Einfälle und Geduld und die genialen Haare für Sara! Und natürlich Danke, Bettina, für deine Offenheit gegenüber all den Neuerungen an Text und Figur!

14. Juni 2017

Premiere: 3. Teil Spurensuche – uster wächst 2017

Erfolgreiche Premiere des dritten Teils von Katrins Spurensuche auf dem Vorplatz der Lokremise Uster. Dank an Walt Whitman für Leaves of Grass und dem DVZO.


uster wächst 2017: Kunst– und Theater Spaziergang in Uster

18. Mai 2017

Premiere: 2. Teil Spurensuche – uster wächst 2017

Was für ein Spaziergang! Getrieben vom nahenden Gewitter hatte der zweite Teil von Katrins Spurensuche Premiere: Parkplatz Industriestrasse 7 – die Playmos haben sich gut gehalten …


uster wächst 2017: Kunst– und Theater Spaziergang in Uster

13. Mai 2017

Premiere: 1. Teil Spurensuche – uster wächst 2017

Eine verregnete, aber gelungene Premiere des ersten Teils von Katrins Spurensuche im Rahmen von uster wächst Ein Kunst- und Theaterspaziergang; Altstoff-Hauptsammelstelle Dammstrasse, mit Texten aus Hysterikon von Ingrid Lausund.


uster wächst 2017: Kunst– und Theater Spaziergang in Uster

07. Mai 2017

uster wächst ist nun online …

uster wächst – Ein Kunst- und Theaterspaziergang 07.– 9. Mai 2017


Infos auf www.usterwaechst.ch

15. April 2017