… in die Zukunft schauen

„Komplexität wird zur Kulturform der nächsten Gesellschaft.“
Dirk Baecker
Die Zeit des linearen Denkens und Handelns läuft ab. Der Komplexität werden wir uns nicht entziehen können. Was für wunderbare Aussichten für uns Theaterschaffende! Das Theater ist prädestiniert, komplexe Zusammenhänge aufzuzeigen, verständlich zu machen, weiter zu denken. Was für Aussichten. Gerade habe ich an einer Videokonferenz Eine Reihe Interdisziplinäres #3 teilgenommen. Das Theater Dortmund hat als sechste Sparte ein Institut für Theater und Digitalität gegründet. Es wurde viel über digitale Räume referiert, und ich fragte mich und den Referenten Marcus Lodder, der diese Akademie mit aufgebaut hat, wie er die Zukunft des Theaters im digitalen Raum sieht. Er hatte erzählt, dass er an digitalen Theatererlebnissen teilgenommen hat, wo er wie früher, muss man ja schon schreiben, in ein Foyer kam, dort begrüsst wurde, die Räume und den Event als sinnlich erlebt hat. Demgegenüber stehen Avatare, die Räume stellvertretend für uns erkunden können/sollen. Digitale Möglichkeiten als Hilfsmittel, die Kunst und Magie des Theaters zu unterstützen und verstärken, und neue Reichweite zu (er)schaffen. Eine Ermunterung und Bestärkung kam von einer jungen Studentin, die, wie sie so schön sagte, das Erbe ihrer Eltern, beide Theaterschaffende, mit ihren Interessen und den neuen technischen Möglichkeiten zusammen bringen möchte: Ohne Schauspieler kein Theater. Es gehe darum, die Wirkung und Reichweite zu verstärken. digitale Mittel zu nutzen.
Ic bin gespannt, wie das Thema Digitales Theater zu Nach-Corona-Zeiten weitergeführt wird.

25. Januar 2021