Anything goes oder auch Farewell, SBB

Shit happens. Das Worst Case-Szenario. Und auch damit ging die Show weiter.
Was ist passiert? Die SBB hatte schon zu meiner ersten Vorstellung in Bad Zurzach vergangene Woche meine Nerven strapaziert.Doch da hatte es noch knapp zur rechtzeitigen Ankunft in Bad Zurzach gereicht – dank guter Kommunikation und einer wartenden S 36 in Eglisau. So nicht heute. Da sass ich dann in Eglisau fest. Im Regen. Und zwar die Zeit, die ich benötige, um mich maskentechnisch in Sara Tannen zu verwandeln. Kein Kiosk, keine Wartehalle, kein Unterstand, dafür ein klinisches WC mit Münzeinwurf. Und ein Imbissstand, der noch nicht ganz geöffnet war. In diesem habe ich Unterschlupf gefunden und durfte im Lagerraum die Verwandlung vornehmen.

Der Besitzer hatte gestern erst das Geschäft neu übernommen! Und heute hat er mir Quartier gewährt, mit Spiegel, fließend Wasser und Big Brother. Und es ist alles gut gegangen. Er hat auch gleich zugestimmt, das unser Schnappschuss hier in den Blog darf 🙂

In Bad Zurzach reichte die Zeit, ins Kostüm zu schlüpfen, die Lehrerin kennen zu lernen und den Wecker meines Sohnes zur Orientierung im Klassenraum zu platzieren. Denn in dem niegelnagelneuen Schulhaus der Primarschule Bad Zurzach sind Uhren in den Klassenräumen nicht vorgesehen. Und so konnte ich eine erlebnisreiche Stunde mit einer lebhaften und aufgestellten Klasse erleben. Spannend, dass den SuS, die lieber ihre KollegIn geführt haben als mit geschlossenen Augen geführt zu werden, daran besonders geschätzt haben, dass ihnen so – im wörtlichen Sinne – blind vertraut wurde.

18. November 2019